Freitag, 24. Februar 2012

In Deutschlands hohem Norden

Motiv am Falkensteiner Strand mit Leuchtturm Friedrichsort
Nach dem Besuch von Berlin und Rügen endet unser Trip mit einem Aufenthalt in Schleswig-Holstein. Über fast 5 Jahre war Kiel eine berufliche Station, während der wir Landschaft und Menschen im Norden kennen und schätzen gelernt haben und stabile soziale Kontakte entstanden sind. Auf unserer aktuellen Winterrundreise frischen wir positive Erinnerungen und Freundschaften im nördlichen Deutschland auf. Als Unterkunft wählen wir eine Ferienwohnung in der hübschen Ortschaft Strande an der Kieler Förde, die sich gerne, vielleicht etwas vollmundig, als 'Ostseebad' herausstellt. Einen Strand gibt es natürlich auch, auf den der Ortsname Bezug nimmt, tatsächlich ist jedoch das Flair ein völlig anderes als etwa in Damp, Scharbeutz, Timmendorf oder Travemünde. Strand liegt auf der Halbinsel 'Dänischer Wohld', die von Landwirtschaft geprägt ist. Mittelpunkt von Strande ist der Fischereihafen, in dem am Wochenende vormittags fangfrischer Fisch direkt vom Fischkutter verkauft wird, wobei Fischfang in Strande eher Traditionspflege als Ökonomie bedeutet.
Allerdings dominiert auch in Strande inzwischen nicht mehr der Rhythmus der Natur das Leben, aber ebensowenig sind es Konstrukte moderner Welten, die das Leben in Strande bestimmen oder die Natur verdrängen. Die Natur bleibt in dieser Region in ihrem eigenen Rhythmus jederzeit sinnlich erfahrbar und formt die hier lebenden Menschen. Möglicherweise treibt uns eine diffuse romantische Wehmut an solche Orte, deren Zauber verborgene Erinnerungen an verloren gegangene Welten wachhält. Link zur Webseite von Strande

Dienstag, 21. Februar 2012

Kulturtour Stralsund


Heute ist Schmuddelwetter angesagt. Uns bereitet das Wetter kein Problem, denn ca. 30 km von unserem Standort entfernt liegt die Stadt Stralsund mit ihrer großartigen historischen Altstadt und einem attraktiven kulturellen Angebot. Die Entwicklung von Stralsund beobachten wir seit etwa 10 Jahren. In diesem Zeitraum ist sehr viel für den Erhalt des kulturellen Erbes geschehen, aber es gibt auch noch viel zu tun, weil das kulturelle Erbe im Zeitraum der DDR offensichtlich keine politische Wertschätzung besaß.
In Anbetracht der Wetterlage legen wir unseren Besuchsschwerpunkt heute auf zwei von vier Einrichtungen des Meeresmuseums, das mit internationaler Reputation glänzt. Das 'Ozeaneum' kann sich immerhin mit der Auszeichnung 'Europas Museum des  Jahres 2010' schmücken. Besucher werden hier nicht von dressierten Delphinen oder Seehunden bespaßt, sondern über eine wissenschaftlich aufbereitete Meeresbiologie informiert. Das Wetter fiel schließlich besser als die Prognose aus, so dass wir uns nach den Museumsbesuchen auch noch in der Altstadt umgesehen haben.

Samstag, 18. Februar 2012

Kulturtour nach Greifswald

In der Vergangenheit waren wir bereits mehrmals in der äußerst sehenswerten Hansestadt Greifswald, ohne dass wir die Ruine des historisch bedeutenden ehemaligen Zisterzienserklosters Eldena besucht hätten. Dieses Versäumnis holen wir heute nach.
Bekannt gemacht hat Eledena der in Greifswald geborene romantische Maler Caspar David Friedrich, der in mehreren seiner Gemälde die Klosterruine in unterschiedlichen Landschaften versetzt hat. Historisch übte das Kloster nicht zu unterschätzende Einflüsse auf die Christianisierung Vorpommerns und damit auf die kulturelle Entwicklung der Region Pommern-Wolgast aus. Die Ansiedlung der Ortschaft Greifswald ist auf das Kloster Eledena zurückzuführen.   



Mittwoch, 15. Februar 2012

Ortswechsel auf der Insel Rügen von Dranske nach Lauterbach

Badehaus Goor, Lauterbach/Putbus
Unser Hauptdomizil ist für diesen Aufenthalt auf der Insel Rügen das 'Badehaus Goor' bei der Ortschaft Lauterbach, einem Ortsteil von Putbus im Südosten von Rügen. Entdeckt haben wir das 'Badehaus Goor' im Oktober letzten Jahres bei morgendlichen Läufen im Rahmen eines Aufenthaltes, bei dem wir mit Angie und Richard auf einem Hausboot im Hafen von Lauterbach wohnten.
Fürst Malte von Putbus ließ 1818 für sich und den Hochadel den damals noch 'Friedrich-Wilhelm-Bad' benannten Komplex im Stil der Bäder von Doberan und Heiligendamm errichten, um seine Residenzstadt Putbus mit zeitgemäßen Optionen für beliebte Lustbarkeiten aufzuwerten. Diese Einrichtungen waren selbstverständlich nur dem Adel vorbehalten, der keiner geregelten Arbeit nachzugehen brauchte und darum mit einem standesgemäßen Unterhaltungsangebot versorgt sein wollte.



Montag, 13. Februar 2012

Kurztrip nach Dranske im Nordwesten der Insel Rügen

Unsere traditionelle Karnevalsflucht bringt uns in diesem Jahr über Berlin nach Rügen. Zunächst nehmen wir auf der Insel Rügen ein attraktiv erscheinendes zweitägiges Winter-Eröffnungs-Angebot des "Strandhotels Dranske" wahr. Auf diesem Wege lernen wir ohne größeres Risiko ein neues Hotel kennen und können uns auf der Halbinsel Wittow im Nordwesten der Insel umschauen.









Sonntag, 12. Februar 2012

Streifzug durch Berliner Kulturlandschaft im Februar 2012

»Shalechet« (Gefallenes Laub), Jüdisches Museum
Anthropomorphe (menschenähnliche) Grabstelen aus dem 4. Jh v. Chr.
Auf der Reise nach Rügen motivieren uns einige interessante Ausstellungen zu einem zweitägigen Zwischenstopp in Berlin. Just am Tag nach unserer Anreise eröffnet die Retrospektive anlässlich des 80.Geburtstages von Gerhard Richter. Die Ausstellung möchten wir uns nicht entgehen lassen, aber Tickets gab es im Vorverkauf nicht mehr. Erfolgreicher waren wir mit der Sonderausstellung "Roads of Arabia" im Pergamonmuseum, für die wir bereits Tickets haben.
Spannend ist zudem die Auswahl einer für uns neuen Unterkunft, dem Hotel Meliã auf der Friedrichstraße in unmittelbarer Nähe zum gleichnamigen Bahnhof.